• Extrakt aus grünen Kaffeebohnen hilft bei Senkung des Blutzuckerspiegels

    von  • 04/11/2012 • Chlorogensäuren, Diabetes, Grüner Kaffee, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herz-Rhythmus-Störungen, Krankheiten, Nachrichten • 0 Kommentare

    iStock_grüner kaffee_XSmallWashington (acibas Nachrichtenagentur) – Die natürliche Substanz Chlorogensäure, die aus ungerösteten Kaffeebohnen extrahiert werden kann, könnte dabei helfen den erhöhten Blutzuckerspiegel und das Körpergewicht von Typ-2-Diabetes-Kranken besser zu kontrollieren. Das ergab eine US-amerikanische Studie, die Anfang April auf einem Treffen der American Chemical Society vorgestellt wurde. Bislang wird Diabetes vor allem durch orale Medikamente behandelt, welche die Insulinausschüttung stimulieren oder die Insulinresistenz reduzieren sollen. “Eine einfache natürliche Pille oder Kapsel, die sowohl dabei hilft den Blutzucker zu kontrollieren als auch das Gewicht zu senken wäre ein großer Fortschritt in der Behandlung von Typ-2-Diabetes”, sagte Studienleiter Joe Vinson. Der Forscher glaubt in der Chlorogensäure ein solches Mittel gefunden zu haben. Menschen, die tägliche sieben Tassen Kaffee trinken, hatten demnach ein um die Hälfte niedrigeres Risiko an Diabetes zu erkranken als Menschen, die nur zwei Tassen tranken. Grund dafür seien die Chlorogensäuren im Kaffee, die sowohl Diabetes verhindern als auch zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels beitragen. Chlorogensäure ist ein Naturstoff, der in zahlreichen Pflanzen vorkommt, chemisch gesehen ist sie ein Ester der Kaffeesäure und der Chinasäure. Besonders bekannt ist sie als Inhaltsstoff des Kaffees, doch ist sie zum Beispiel auch in der Sibirischen Fichte, in Weißdornen, in der Artischocke, im Roten Sonnenhut, in Kartoffeln und in der Brennnessel enthalten. Sie wird unter Anderem für Beschwerden bei magenempfindlichen Kaffeetrinkern verantwortlich gemacht, weshalb der Chlorogensäuregehalt durch spezielle Röstverfahren reduziert wird.

    Chlorogensäure zeigte in verschiedenen Studien Effekte auf biologische Systeme. Sie ist ein bekanntes Antioxidans und ihre Isomere schützen die DNS vor Schäden, ein Effekt, der im Zellversuch sogar wirksam gegen Schäden durch radioaktive Strahlung war. Sie verlangsamt nach einer Mahlzeit die Aufnahme von Zucker ins Blut. Dies unterstützt die Beobachtung, dass Chlorogensäure im Tiermodell einen antidiabetischen Effekt zeigte. Außerdem wurde ein blutdrucksenkender Effekt bei gesunden Menschen entdeckt. Außerdem wurde entdeckt, dass sehr hohe Dosen an Chlorogensäure den Homocysteinspiegel im Blut anheben kann. Homocystein gilt als wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen.

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