• Fehlendes Enzym im Folsäurestoffwechsel der Mutter kann zu Geburtsfehler führen

    von  • 24/09/2013 • Folat, Folsäure, Folsäuremangel, Nachrichten, Vitamin B9 • 0 Kommentare

    Austin (acibas Nachrichtenagentur) – Das Fehlen eines wichtigen Enzyms im Folsäurestoffwechsel der Mutter kann bei Neugeborenen zu erheblichen Geburtsfehlern wie Neuralrohrdefekten führen. Das fanden Wissenschaftler der University of Texas at Austin in einer Studie an Mäusen heraus, die im Fachmagazin “Proceedings of the National Academy of Sciences” veröffentlicht wurde. Es ist bereits seit mehreren Jahrzehnten bekannt, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Folsäure in der Schwangerschaft das Risiko für Neuralrohrdefekte wie Spina bifida und Anenzephalie bei Neugeborenen deutlich reduziert. Es konnten jedoch nicht alle Geburtsfehler verhindert werden. “Wir haben nun herausgefunden, dass die Neuralrohrdefekte auch durch die Mutation eines zentralen Enzyms im Folsäurestoffwechsel ausgelöst werden”, erklärte Studienleiter Dean Appling. Das Enzym trägt den Namen MTHFD1L. Allerdings können nicht alle Geburtsfehler durch die Einnahme von Folsäure-Präparaten verhindert werden.

    Laut den Forschern der University of Texas at Austin könnten die Untersuchungen an den Mäusen auch dazu beitragen Nährstoffe zu finden, die schwangeren Müttern verabreicht werden können um jene Neuralrohrdefekte zu verhindern, die nicht von Folsäure verhindert werden können. Das letztendliche Ziel sei jedoch, Frauen einem DNA-Screening unterziehen zu können, bei dem das fehlende Enzym bereits während der Schwangerschaft festgestellt werden kann. Wegen der Beteiligung an der Synthese von DNS-Bausteinen spielt die Folsäure insbesondere in der Schwangerschaft, sowie bei sich häufig teilenden Zellen eine entscheidende Rolle. Als essenzielles Vitamin, welches der menschliche Organismus nicht selbst herstellen kann, muss Folsäure mit der Nahrung aufgenommen werden. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 200 Mikrogramm. Ein Folsäuremangel im menschlichen Körper wirkt sich auf das Blutbild aus, indem er zu einer hyperchromen makrozytären Anämie führen kann. Sehr oft tritt ein Folsäuremangel als Folge von erhöhtem Alkoholkonsum, Erkrankungen des Dünndarms oder Lebererkrankungen auf. Bei Frauen ist der Folsäurebedarf bei Einnahme von empfängnisverhütenden Mitteln sowie innerhalb der Schwangerschaft erhöht. Ein Folsäuremangel soll außerdem Einfluss auf eine Frühgeburtlichkeit haben und scheint an der Entwicklung von angeborenen Herzfehlern beteiligt zu sein.

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