• Folsäure erhöht die Aufmerksamkeit bei Kindern

    von  • 01/04/2016 • ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit, Folsäure, Gehirn, Körper, Nachrichten, Omega-3, Wirkstoffe • 0 Kommentare

    Fehlendes Enzym im Folsäurestoffwechsel der Mutter kann zu Geburtsfehlern führenDas legt eine Follow-up Studie nahe, die bei 136 achtjährigen Kindern von Teilnehmerinnen der NUHEAL-Studie (Nutraceuticals for a Healthy Life) Aufmerksamkeit und Problemlösefähigkeiten testeten. Die Mütter der Kinder gehörten zu den 312 Schwangeren, die vor fast einem Jahrzehnt im Rahmen von NUHEAL in der zweiten Schwangerschaftshälfte täglich entweder 400 Mikrogramm 5-Methyltetrahydrofolat, Fischöl mit 500 Milligramm DHA und 150 Milligramm EPA (mehrfach ungesättigte Omega-3 Fettsäuren), eine Kombination von Folsäure und Fischöl oder Placebo erhalten hatten. An der Follow-up Studie waren neben spanischen, irischen und ungarischen Forschern deutsche Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München beteiligt. Die Untersuchung erscheint im American Journal of Clinical Nutrition und wurde vorab online veröffentlicht.

    Beurteilt wurden die Fähigkeit zur Regulation von Handlungskonflikten unter kongruenten (unterschiedliche Reize legen die gleiche Handlung nahe) und inkongruenten (unterschiedliche Reize legen unterschiedliche Handlungen nahe) Bedingungen, die Generierung von Aufmerksamkeit (alerting) und die räumliche Orientierung der Aufmerksamkeit. Neben einem Verhaltenstest wurden elektroenzephalographische Messungen ereigniskorrelierter Potentiale (ERP) und standardisierte niedrigauflösende elektromagnetische Tomographie (sLORETA) einbezogen.

    Der 25-minütige Attention Network Test gestattet die simultane Beurteilung der drei Aufmerksamkeits-Netzwerke Generieren, Orientieren und Kontrolle von Aufmerksamkeit. Es geht darum, möglichst schnell per Mausklick anzugeben, ob ein Cartoon-Fisch auf dem Bildschirm nach rechts oder links schaut. Dabei taucht der Fisch mittig, oberhalb oder unterhalb des zentralen Fixationskreuzes, allein oder flankiert von anderen Fischen auf, die in die gleiche oder in andere Richtungen schauen. Optische Warnsignale weisen auf ein bevorstehendes Ereignis hin oder zeigen auch den Ort, an dem der Fisch zu erwarten ist. Gemessen wurden jeweils die Reaktionszeiten.

    Die Forscher beobachteten, dass die Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft nur Folsäure erhalten hatten, den Handlungskonflikt im Fall inkongruenter Bedingungen (z.B. zentraler Fisch schaut links, flankierende Fische schauen rechts) signifikant schneller lösen konnten als Kinder von Müttern, die Folsäure und Fischöl, Fischöl oder Placebo erhalten hatten. Auch bei den Amplituden der ereigniskorrelierten Potentiale wurden Unterschiede gemessen.

    Andererseits zeigten diese Kinder tendenziell verlangsamte Reaktionszeiten auf die Warnsignale. Die Forscher argumentieren, der verbesserte Umgang mit inkongruenten Reizen sei auf die Aktivierung des Cingulären Cortex zurückzuführen, der eine Schlüsselrolle bei der Aufmerksamkeitskontrolle spielt – halten jedoch weitere Untersuchungen zum Einfluss von Folsäure und Fischöl auf den Cingulären Cortex für wichtig.

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