• Folsäure während Schwangerschaft soll Autismus-Risiko senken

    von  • 01/07/2013 • Autismus, Folat, Folsäure, Krankheiten, Nachrichten, Vitamin B9, Wirkstoffe • 0 Kommentare

    Oslo (acibas) – Das Einnehmen von Folsäure während der Schwangerschaft soll zu einem geringeren Risiko von Autismus bei ungeborenen Kindern führen.

    Schwangerschaft

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    Norwegische Forscher haben in einer Studie Daten von 85.176 Kindern analysiert, die zwischen 2002 und 2008 geboren worden sind. Die Ergebnisse der Studie wurden im “Journal of the American Medical Association” veröffentlicht. Vier Wochen vor der Schwangerschaft bis acht Wochen nach Beginn nahmen die Frauen zusätzlich Folsäure auf. Anschließend verglichen die Forscher die Häufigkeit der auftretenden Autismus-Fälle bei den Kindern von Frauen, die keine zusätzliche Folsäure zu sich nahmen sowie jenen, die zusätzlich Folsäure aufnahmen. Dabei stellte sich heraus, dass während des Verlaufs der Langzeitstudie bei insgesamt 270 Kindern oder 0,32 Prozent eine autistische Störung diagnostiziert wurde. 0,10 Prozent der festgestellten Fälle traten bei Kindern auf, deren Mütter zuvor Folsäure zu sich genommen hatten, 0,21 Prozent bei Kindern, deren Mütter keine Folsäure nahmen. Insgesamt bedeute dies eine Verminderung der Fälle von autistischen Störungen durch die Zunahme von Folsäure in Höhe von 39 Prozent, schreiben die Forscher in ihrer Studie. Dies beweise allerdings noch keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Folsäure und einem verminderten Auftreten von autistischen Störungen, es böte jedoch Anlass für weiterführende und noch speziellere Forschung, heißt es in der Studie weiter. Folsäure vor und in der frühen Zeit der Schwangerschaft verringert die Wahrscheinlichkeit, dass der Fötus einen Neuralrohreffekt wie Spina Bifida oder Anenzephalie entwickeln kann. Wegen der Beteiligung an der Synthese von DNS-Bausteinen spielt die Folsäure insbesondere in der Schwangerschaft eine entscheidende Rolle. Als essenzielles Vitamin, welches der menschliche Organismus nicht selbst herstellen kann, muss Folsäure mit der Nahrung aufgenommen werden. Die empfohlene Tagesdosis steigt mit dem Alter und liegt zwischen 60 und 600 Mikrogramm. Ein Folsäure-Mangel im menschlichen Körper wirkt sich auf das Blutbild aus, indem er zu einer hyperchromen makrozytären Anämie führen kann. Sehr oft tritt ein Folsäure-Mangel als Folge von erhöhtem Alkoholkonsum, Erkrankungen des Dünndarms oder Lebererkrankungen auf. Bei Frauen ist der Folsäurebedarf bei Einnahme von empfängnisverhütenden Mitteln sowie innerhalb der Schwangerschaft erhöht. Ein Folsäure-Mangel soll außerdem Einfluss auf die Frühgeburtlichkeit haben und scheint an der Entwicklung von angeborenen Herzfehlern beteiligt zu sein.

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