• Forscher identifizieren DHA-Transportprotein

    von  • 21/01/2015 • DHA, Gehirn, Körper, Nachrichten, Wirkstoffe

     

    BabySingapur (acibas) – Forscher der Nationaluniversität Singapur haben ein Protein identifiziert, das Docosahexaensäure (DHA) im Körper transportiert. Laut einer in der Fachzeitschrift “Nature” veröffentlichten Studie hat das Protein Mfsd2a eine große Auswirkung auf die Bedeutung der Omega-3-Fettsäure DHA in der menschlichen Ernährung. DHA, die vorwiegend in Fisch und Fischölen vorkommt, gilt als besonders wichtig für die Hirnfunktion und Entwicklung, weshalb sie als Zutat für Babynahrung geschätzt wird.

    Obwohl das Hirn selbst keine DHA produziere, werde die Fettsäure vor allem dort gefunden, so die Forscher. Während der Entwicklung des Fötus werde das Hirn über die Mutter mit DHA versorgt, erwachsene Gehirne bezögen DHA über die Ernährung oder über die Leber, die die Fettsäure produzieren könne. Bisher sei jedoch nicht erforscht gewesen, wie das Hirn DHA aufnehme. In ihrer Studie fanden die Forscher heraus, dass Mäuse, die nicht über das Mfsd2a Transportprotein  verfügten, ein drei Mal kleineres Gehirn hatten als Mäuse, die über das Protein verfügten. Zudem hätten sie ein schlechteres Gedächtnis sowie Lerndefizite und litten häufiger an Angstzuständen. Diese Symptome seien denjenigen ähnlich, die Mäuse zeigten, die an einem Mangel an Omega-3-Fettsäuren litten, da sie über die Ernährung keine DHA erhielten, so die Forscher. Man habe erkannt, dass Mäuse ohne Mfsd2a auch an DHA-Mangel litten. So habe man herausgefunden, dass Mfsd2a die Fettsäure DHA in Form von Lysophosphatidylcholin (LPC) transportiere. Dabei handele es sich um ein Phospholipid, das vor allem in der Leber produziert werde und das in hoher Konzentration im menschlichen Blut vorkomme. Mithilfe dieser Informationen zeigte das Forscherteam, dass Mfsd2a der wichtigste Faktor für den Transport von DHA in das menschliche Gehirn ist.
    Mit diesen Erkenntnissen könne man Techniken entwickeln, um DHA effizienter in die Ernährung aufzunehmen und dies zu nutzen, um eine bessere  Hirnfunktion und -entwicklung zu erreichen, so die Forscher. Dies sei besonders wichtig für Frühchen, die während der Entwicklung im Mutterleib nicht genug DHA erhalten hätten.

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