• Mangel an Vitamin B12 begünstigt Knochenbrüche bei Älteren

    von  • 17/07/2014 • Knochen, Körper, Krankheiten, Nachrichten, Osteoporose, Vitamin B12, Wirkstoffe

    Alzheimer helfen

    London (acibas) – Ein Mangel an Vitamin B12 erhöht das Risiko für Knochenbrüche bei älteren Menschen. Das hat ein schwedisches Forscherteam unter der Leitung von Catharina Lewerin, Wissenschaftlerin an der Universität Göteburg, herausgefunden. Untersucht wurden 1.000 Männer im durchschnittlichen Alter von 75 Jahren.

    Dabei wurde festgestellt, dass die Männer mit der geringsten Menge an Vitamin B12 im Körper ein etwa 70 Prozent höheres Risiko hatten, einen Knochenbruch zu erleiden. Im Lendenwirbelsäulenbereich war das Risiko gar 120 Prozent höher, so die Forscher. “Das hohe Risiko bleibt auch, wenn wir andere Risikofaktoren für Knochenbrüche wie Alter, Rauchen, BMI, Knochenmineraldichte, vorhergehende Frakturen, körperliche Aktivität, den Vitamin-D-Anteil oder die Kalzium-Zufuhr berücksichtigen”, kommentierte Lewerin die Ergebnisse der Studie. Während der sechsjährigen Dauer der Studie hatten 101 Männer eine Fraktur erlitten. Ob Knochenbrüchen durch eine vermehrte  Zufuhr von Vitamin B12 entgegengewirkt werden kann, ist allerdings noch unklar. Das müsse noch erforscht werden, so Studien-Leiterin Lewerin. Entsprechende Studien, unter anderem von niederländischen Wissenschaftlern, seien aber bereits angelaufen. Generell gebe es bis jetzt noch keinen Grund, vorbeugend mehr Vitamin B12 zu sich zu nehmen. Nur bei einem Mangel sei dies anzuraten, so die Forscher. Die Untersuchung der schwedischen Wissenschaftler ist Teil eines internationalen Forschungsprojekts, das von der US-Behörde National Institutes of Health (NIH) initiiert worden ist. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift “Osteoporosis International” veröffentlicht worden. Vitamin B12 kommt fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Eiern vor.

    Besonders hohe B12-Anteile gibt es unter anderem in Leber, Thunfisch, Ente, Camembert und Emmentaler. Lebensmittel ohne B12 sind beispielsweise Gemüse, Obst, Weizen, Nüsse und Reis. Der durchschnittliche  tägliche Bedarf an Vitamin B12 beträgt etwa zwei µg. Als Risikogruppen, die häufig einen Mangel an dem Vitamin ausweisen, gelten neben den über 60-Jährigen auch chronisch Kranke, Schwangere und Stillende sowie Säuglinge.

    Über uns

    Unser deutsches Newsportal informiert Sie über aktuellste Studien und Nachrichten der allgemeinen Naturmedizin und Pflanzenwelt. Für alle, die eine Alternative zu pharmazeutischen Anwendungen suchen. Die Erkenntnisse der Wissenschaft unterliegen stetigem Wandel. Es wurde grösste Sorgfalt in die Verarbeitung dieser Internetseite verwendet, Fehler sind trotzdem möglich. Die Angaben, die in dieser Internetpublikation zur Verfügung gestellt werden, dienen ausschliesslich der allgemeinen Information der Öffentlichkeit. Die Auskünfte, die auf dieser Internetseite erteilt werden, sind generelle und unverbindliche Stellungnahmen, die einen Besuch bei einem Arzt oder eine Ernährungsberatung keinesfalls ersetzen.