• Metaanalyse über Carotinoiden und Stoffwechsel

    von  • 20/02/2019 • Astaxanthin, Beta-Carotin, Carotinoid, Herz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Körper, Krankheiten

    Carotin

    FreeImages.com/Tsunei Miyuki

    Ein höherer Serumspiegel an Carotinoiden ist mit dem metabolischen Syndrom (MetS) verbunden. Dies besagt eine neue Meta-Analyse, die auch eine ausreichende empfohlene Tagesdosis fordert.

    Wissenschaftler berichten, dass Alpha- und Beta-Carotin sowie Retinylester mit MetS assoziiert wurden. Es wurde jedoch kein Zusammenhang zwischen Serum-Retinol und MetS gefunden.

    Das Metabolische Syndrom (MetS) ist ein Zustand, der durch zentrale Fettleibigkeit, Bluthochdruck und einen gestörten Glukose- und Insulinstoffwechsel gekennzeichnet ist. Das Syndrom ist mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

    Zu den wichtigsten Ergebnissen dieser Meta-Analyse gehören die starken inversen Assoziationen von Serum-Gesamtcarotinoiden und b-Carotin mit MetS. Ddiese Assoziationen liefern den überzeugendsten Beweis dafür, dass eine Ernährung, die reich an gemischten Carotinoiden ist, für die kardio-metabolische Gesundheit von Vorteil sein kann.

    Die vermeintliche Rolle des Serum-Carotinoids bei der Regulierung des Risikos für MetS wurde in dieser Meta-Analyse belegt, die Forschungsergebnisse der letzten 20 Jahre über die Verbindung zwischen Serum-Carotinoide und MetS sammelte und überprüfte.

    Carotinoiden: Details zur Meta-Analyse

    Die Forscher führten eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse von Fall-Kontroll-, Querschnitts- und Kohortenstudien durch, die zwischen 1997 und 2017 veröffentlicht wurden. Dreiunddreißig Studien wurden in die systematische Überprüfung einbezogen, während 11 in die Meta-Analyse einbezogen wurden, die Daten für 29.673 Teilnehmer lieferten.

    Die Ergebnisse zeigten, dass eine höhere Aufnahme von Carotinoiden mit dem Vorhandensein von MetS bei allen Individuen verbunden war. Die stärksten Assoziationen wurden für Beta-Carotin beobachtet, gefolgt von Alpha-Carotin und Beta-Cryptoxanthin.

    Während die Daten Korrelationen und nicht Ursachen zeigen, gibt es plausible Wirkungsmechanismen für Carotinoide zur Förderung der kardiostoffwechselbedingten Gesundheit, die mit oxidativem Stress verbunden sind.

    Diese Meta-Analyse bestätigt eine vermeintlich positive Rolle von höherem Serum-Carotinoid bei der Regulation der Clusterbildung von kardiometabolischen Risikofaktoren im Zusammenhang mit MetS.

    Obwohl es eine Vielzahl von Faktoren gibt, die die interindividuelle Variabilität und die Bioverfügbarkeit von Carotinoiden beim Menschen erklären, deuten diese Daten darauf hin, dass Carotinoide eine wesentliche Rolle in der Biologie des Fettgewebes spielen können, einschließlich der Kontrolle der Adipogenese, des oxidativen Stresses und der Produktion von Adipokinen und Entzündungsmediatoren, die die Verteilung der zentralen Fettleibigkeit und das Auftreten von Insulinresistenz beeinflussen.

    Da die Carotinzufuhr in einer typischen westlichen Ernährung nur 1-5mg/Tag aus natürlichen Ernährungsquellen sein kann, sprechen diese Daten für die Festlegung einer empfohlenen Tagesdosis, die bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nützlich sein kann.

    Empfehlung der Redaktion

    Über uns

    Unser deutsches Newsportal informiert Sie über aktuellste Studien und Nachrichten der allgemeinen Naturmedizin und Pflanzenwelt. Für alle, die eine Alternative zu pharmazeutischen Anwendungen suchen. Die Erkenntnisse der Wissenschaft unterliegen stetigem Wandel. Es wurde grösste Sorgfalt in die Verarbeitung dieser Internetseite verwendet, Fehler sind trotzdem möglich. Die Angaben, die in dieser Internetpublikation zur Verfügung gestellt werden, dienen ausschliesslich der allgemeinen Information der Öffentlichkeit. Die Auskünfte, die auf dieser Internetseite erteilt werden, sind generelle und unverbindliche Stellungnahmen, die einen Besuch bei einem Arzt oder eine Ernährungsberatung keinesfalls ersetzen.