• Rosenwurz-Extrakt verlängert Fruchtfliegenleben

    von  • 08/02/2014 • Burnout, Depression, Gehirn, Körper, Krankheiten, Müdigkeit, Rosavin, Rosenwurz, Salidroside, Stress

    Irvine (acibas) – Eine Studie hat einen Zusammenhang zwischen dem Extrakt des Rosenwurzes (Rhodiola rosea) und einer möglichen Verlängerung des Lebens von Fruchtfliegen festgestellt. So nahm die Lebensspanne der Versuchstiere in der Studie der University of California/Irvine um 24 Prozent zu. Besonders überraschend ist laut Untersuchungsleiter Mahtab Jafari aber der Mechanismus der diesem Ergebnis zu Grunde liegen scheint: Zum einen wirken die Bestandteile entlang verschiedener molekularer Pfade im Stoffwechsels. Und normalerweise ist es üblich, über Diätbegrenzungen als Methode die Lebensspanne zu verlängern. Diesmal sei die Steigerung der Lebenslänge unabhängig von restriktiven Diätprogrammen. “Dies demonstriert, dass Rhodiola auch in Individuen aktiv wird, die bereits gesund und mit einem langen Leben gesegnet sind”, sagte der Testleiter. Beispielsweise im Gegensatz zu Resveratrol, welches sich auf die Lebensdauer von Versuchstieren nur dann positiv auswirkt, sollten diese fettleibig oder krank seien. Die Forscher kamen zu diesem Ergebnis, nachdem sie im Versuch Fliegen einer Kaloriendiät unterzogen. Dies verlängerte das Dasein der Insekten. Die Forscher nahmen zunächst an, dass deren Lebensspanne nach der Diät nicht mehr ausgedehnt werden könne – doch mit Rhodiola war dies schließlich doch möglich, und zwar auch bei Exemplaren, die genetisch eigentlich unempfindlich für Fastenkuren waren. Die Lebensverlängerung funktionierte sowohl bei beiden Geschlechtern als auch anhand mehrerer Versuchsreihen. Im Vorfeld zeigte Jafaris Gruppe, dass das Extrakt die Produktion reaktiver Sauerstoffradikale in den Fliegen-Mitochondrien herabsenkt und die Fliegen, sowie kultivierte menschliche Zellen vor oxidativem Stress schützt. Jafari und sein Assistent Schriner wollen damit keineswegs Lebensverlängerer für den Menschen proklamieren. Die Studie dient vielmehr dem wissenschaftlichem Verständnis über antioxidative lebenserhaltende Stoffwechselprozesse.

    Für das Heilkraut konnten bereits vorher heilende Wirkungen hinsichtlich Ermüdung, Stress und Depression festgestellt werden. Es erhellt die Stimmung, das Gedächtnis und steigert die Ausdauer, schließlich hilft es sogar gegen die Höhenkrankheit. Der Rosenwurz, welcher beim anschneiden einen rosenähnlichen Duft verteilt, ist ein dickblättriges Gebirgskraut auf der nördlichen Erdhalbkugel und wurde schon früher in skandinavischen und russischen Gegenden als Stresshemmer eingesetzt. Die Forschergruppe will weiterhin die Wirkung von Rhodiola auf Krebszellen, Alzeheimer und Stammzellenwachstum untersuchen. Der Forschungsleiter Jafari hat in diesem Zusammenhang auch kommerzielle Produkte getestet und kam zu dem Schluss, dass keine Bestandteile – so wie Rosavin und Salidroside – in wirkungsrelevanter Dosis vorkämen.

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