• Triglycerid und Omega-3 Zusammenhang in Studie entdeckt

    von  • 15/05/2016 • Blut, Herz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herz-Rhythmus-Störungen, Körper, Krankheiten, Nachrichten, Omega-3, Wirkstoffe

    Omega-3 CapsulesDer Omega-3-Index misst den Gehalt roter Blutkörperchen an den wichtigen ungesättigten Fettsäuren EPA und DHA. Er gilt als aussagekräftiger Indikator für das Herzinfarktrisiko: Je höher der Index, desto niedriger das Risiko. Eine australische Studie findet bei Senioren einen Zusammenhang zwischen hohem Omega-3-Index und niedrigen Triglycerid (Blutfett-) Spiegeln.

    Die Autoren der im Journal of Nutritional Biochemistry veröffentlichten Studie erhoben und analysierten die Blutfettwerte von 276 über 65 Jahre alten Probanden. Die Senioren waren Teilnehmer der Studie “Retirement Health und Lifestyle” (Gesundheit und Lebensgewohnheiten im Ruhestand). Neben Omega-3-Index und Triglycerid Spiegel wurden auch Gesamtcholesterol, HDL und LDL in die Analyse einbezogen. Die Daten wurden für die Gesamtheit aller Probanden sowie für Männer und Frauen getrennt analysiert. Gefundene Zusammenhänge wurden auf statistische Signifikanz geprüft. Das geschah durch Herausrechnen möglicher Einflüsse von Body Mass Index, Taillenumfang, Nahrungsenergieaufnahme, Ballaststoffaufnahme und Alkoholkonsum.

    Für die Gesamtheit der Teilnehmer wurde ein signifikanter Zusammenhang zwischen hohem Omega-3-Index und niedrigen Triglycerid Spiegeln gefunden. In der Gruppe mit dem höchsten Omega-3-Index waren die Triglyceridspiegel bis zu 28 Prozent niedriger als bei Teilnehmern mit niedrigem Omega-3-Index. Wurden Männer- und Frauengruppen getrennt ausgewertet, blieb die Assoziation für Frauen signifikant, für Männer dagegen nicht. Generell hatten Frauen im Schnitt etwas bessere Omega-3-Werte als Männer.

    Insgesamt und bei Frauen wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischen Gesamtcholesterol und Omega-3-Index gefunden, Männer mit hohem Omega-3-Index hatten dagegen ein signifikant geringeres Risiko hoher Cholesterolwerte.

    Bei Männern und Frauen mit hohem Omega-3-Index wurden tendenziell höhere Anteile von “gutem” HDL-Cholesterol am Gesamtcholesterol gefunden. Dieser Zusammenhang hielt der Signifikanzanalyse allerdings nicht stand.

    Die Ergebnisse zeigen, dass das Risiko hoher Triglycerid (Blutfett-) Werte mit schlechterem Status der mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsaeuren steigt, und unterstreichen die Wichtigkeit des Omega-3-Index als Marker für gesundes Altern – so die Studienautoren. Wichtig sei dabei, dass der Omega-3-Index ein zuverlässiges Maß für die langfristige Omega-3-Aufnahme mit der Nahrung sei.

    Die Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren gilt schon seit einiger Zeit als Mittel zur Senkung hoher Blutfettwerte und der damit verbundenen Risiken. Die in der Studie gefundenen Unterschiede zwischen Männern und Frauen könnten ihre Ursache in geschlechtsspezifischen Stoffwechselprozessen haben: So gibt es Hinweise, dass Frauen die Omega-3-Fettsäure DHA in größerem Umfang synthetisieren können als Männer. Die Ergebnisse, so die Autoren, geben Anlass für geschlechtsspezifische Interventionsstudien. Ziel solcher Studien müssten idealerweise geschlechtsspezifische Dosierungsempfehlungen für die Supplementierung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren sein.

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