• Studie: Rosenwurz kann gegen Depressionen helfen

    von  • 28/05/2014 • Angststörung (GAD), Burnout, Depression, Gehirn, Körper, Krankheiten, Müdigkeit, Nachrichten, Rosavin, Rosenwurz, Stress, Wirkstoffe

    MannGöteborg (acibas) – Eine klinische Studie hat herausgefunden, dass ein Extrakt aus Rhodiola rosea Wurzel und dessen Rhizom Anti-Depressive Effekte auf Patienten mit leichter bis mittelgradiger Depression aufweist. Es handelt sich um die erste randomisierte Doppel-Blind Studie mit einer Placebo-Kontrollgruppe über die Wirkung von Rosenwurz auf Patienten mit diagnostizierter Depression, die im “Nordic Journal of Psychiatry” veröffentlicht wurde. Bei dem verabreichten Präparat handelt es sich um ein standardisiertes Extrakt aus Rosenwurz-Wurzel namens SHR-5 des “Swedish Herbal Institute”. Patienten, denen das schwedische Rosenholzextrakt verabreicht wurden, zeigten signifikante Verbesserung ihrer Depression im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Die 89 Patienten im Alter zwischen 18 und 70 Jahren wurden per Zufallsauswahl einer von drei Versuchsgruppen zugeordnet. Gruppe eins erhielt zwei Tabletten täglich (340 Milligramm pro Tag) von SHR-5, die zweite Gruppe erhielt zweimal zwei Tabletten am Tag. Der dritten Gruppe wurden zwei Placebo Tabletten verabreicht, diese waren optisch nicht von den Tabletten mit Wirkstoff unterscheidbar und enthielten 170 Milligramm Laktose. Im präexerimentellen Zustand gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied in der Ausprägung der Depression unter den Testpatienten. Die Dauer der Studie belief sich sechs Wochen. Die Placebo-Gruppe zeigte am Ende des Experiment-Verlaufs keine statistisch signifikanten Minderungen ihrer Depression. Bei den beiden anderen Gruppen hingegen konnten im Verlauf eine Linderung bei Schlaflosigkeit, emotionaler Instabilität sowie bei Somatisierung verzeichnet werden. “In dieser randomisierten klinischen Studie konnte in den beiden Gruppen, denen SHR-5 in verschiedenen Dosen verabreicht wurden, eine signifikante Reduzierung der Depressionssymptome bei Patienten mit leichter bis mittlerer Depression im Vergleich zur Placebo-Gruppe festgestellt werden”, sagte Richard Brown vom Columbia University College of Physicians and Surgeons. Brown hält es darüber Hinaus für möglich, dass neben der Verbesserung des Gemütszustands Rhodiola rosea vielerlei weitere Zusatzwirkungen besitzen könnte: “Hierzu gehören Verbesserung der kognitiven und sexuellen Funktionen sowie der Steigerung der mentalen und physischen Leistungsbereitschaft unter Stress.” Hier müssten allerdings noch weitere Studien durchgeführt werden, “um das Potential dieses Pflanzenextrakts weiter zu erforschen”, so Brown weiter. Laut dem deutschem Gesundheitsministerium wird die Zahl der in Deutschland an Depression leidenden Menschen auf ungefähr vier Millionen geschätzt. Außerdem hätten gut zehn Millionen Menschen bis zu ihrem 65. Lebensjahr einmal eine Depression erlebt.

    Damit geht das Studienergebnis positiv einher mit klinischen Einzelstudien. Rosenwurz wird vermutlich künftig häufiger Gegenstand klinischer Studien sein. Das Heilkraut ist allerdings nicht gänzlich unbekannt, schon vorher konnten bereits heilende Wirkungen hinsichtlich Ermüdung, Stress und Depression festgestellt werden. In skandinavischen und russischen Ländern wurde es schon lange als Stresshemmer gegen Depressionen und Schlafstörungen eingesetzt. Des Weiteren erhellt es die Stimmung, belebt das Gedächtnis und steigert die Ausdauer. Auch die Höhenkrankheit, die beim Menschen oft bei sauerstoffärmeren Höhen über 2.500 Metern auftritt, soll durch das Kraut gemindert werden können. Der Rosenwurz, welcher beim Anschneiden einen rosenähnlichen Duft verteilt, ist ein dickblättriges Gebirgskraut auf der nördlichen Erdhalbkugel. In einer weiteren Studie mit Fruchtfliegen wurde auch untersucht, wie das Extrakt der Pflanze physiologisch wirkt, und inwieweit sich seine regenerativen Fähigkeiten entfalten. Und tatsächlich ließen sich altershemmende Wirkungen erkennen, da die Fliegen länger am Leben blieben.

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