• Studie zeigt: Probiotika können vorbeugend gegen Brustkrebs helfen

    von  • 18/12/2017 • Brust, Brustkrebs, Darm, Probiotika

    Unterschiede in der bakteriellen Zusammensetzung von Brustgewebe bei Brustkrebs Patientinnen deuten auf die Existenz eines Mikrobioms hin. Diese Entdeckung könnte eine probiotische Verwendung im Kampf gegen Brustkrebs bedeuten.

    Erkenntnisse aus einer US-Studie zeigen, dass gesundes Brustgewebe mehr Bakterien der Spezies Methylobacterium enthält als ungesundes. Diese Bakterienspezies, produziert Phytohormone, welche eine krebshemmende Wirkung haben.


    „Meines Wissens nach, ist das die erste Studie, die sowohl intaktes Brustgewebe als auch bereits entfernte Körperteile für bakterielle Unterschiede bei Brustkrebs erforscht.“, sagte Dr. Charis Eng Co-Senior-Autor und Vorsitzender des Cleomand Clinic Genomic Medicine Institute. “Unsere Hoffnung ist es, einen Biomarker zu finden, der uns helfen kann, Brustkrebs schneller zu diagnostizieren. In unseren wildesten Träumen hoffen wir, die Mikrobiomik direkt vor den ersten Brustkrebsformen einsetzen und somit den Krebs mit Probiotika verhindern zu können.“
    “Während es vielleicht einen Ausweg gibt, macht die Aussicht auf eine probiotische Verwendung bei Brustkrebs interessante Fortschritte. Lactobacillus acidophilus, ein Probiotikum, dass in Joghurt und Kimchi vorkommt, hat krebshemmende Eigenschaften gezeigt. Nach der Einnahme findet es seinen Weg in die Milchdrüse.
    Diese Arten kommen in gesundem Brustgewebe, im Vergleich zu kranken Gewebe, im Überfluss vor. Study Details Online veröffentlichte in der Zeitschrift „Oncotarget“ eine Studie, in der Gewebe von 57 Patienten entnommen wurde. Es wurde entweder in Folge einer Brustkrebs Mastektomie oder einem kosmetischen Eingriff entfernt und untersucht. Das Team von der Cleveland Clinic in Ohio unternahm eine komplette Patienten Untersuchung inklusive Mundspülungen und Urinprobe, um auch die bakterielle Zusammensetzung der jeweiligen Kandidaten zu beurteilen. Neben dem Methylobacterium fand man in den Urinproben der Krebspatienten erhöhte Werte von Bakterien wie Staphylococcus und Actinomyces.
    „Wenn wir es gezielt auf Pro-Krebs-Bakterien absehen, können wir die Umwelt möglicherweise weniger gastfreundlich für Krebszellen machen und bestehende Behandlungen verbessern“, sagte der Co-Senior-Autor Dr. Stephen Grobymer, Sektionschef für chirurgische Onkologie an der Cleveland Clinic.

    Es sind zwar noch größere Studien erforderlich, aber diese Arbeit ist ein solider erster Schritt zum besseren Verständnis der signifikanten Rolle von bakteriellen Ungleichgewichten bei Brustkrebs. Für Frauen, die sich einer Brustoperation unterziehen, kann Probiotika einen großen Nutzen bei postoperativen Infektionen haben. Laut einem kürzlich veröffentlichten Artikel wäre der Einsatz von Probiotika von großem Interesse und wichtiger Bedeutung, um die genauen Mechanismen zu untersuchen und die berichteten Veränderungen des Mikrobioms zu erforschen.

    Muttermilch ist gut für die Immunentwicklung des Säuglings

    Neben der möglichen Krebstherapie ist die Rolle des Mikrobioms beim Stillen gut etabliert. Hierbei ist das Zusammenspiel zwischen Darm und Brust Mikrobiota entscheidenden für die Säuglingsentwicklung. Das Mikrobiom einer stillenden Mutter hat eine entscheidende Rolle in der Immunsystementwicklung ihres Kindes.

    Linkempfehlung der Redaktion

    Über uns

    Unser deutsches Newsportal informiert Sie über aktuellste Studien und Nachrichten der allgemeinen Naturmedizin und Pflanzenwelt. Für alle, die eine Alternative zu pharmazeutischen Anwendungen suchen. Die Erkenntnisse der Wissenschaft unterliegen stetigem Wandel. Es wurde grösste Sorgfalt in die Verarbeitung dieser Internetseite verwendet, Fehler sind trotzdem möglich. Die Angaben, die in dieser Internetpublikation zur Verfügung gestellt werden, dienen ausschliesslich der allgemeinen Information der Öffentlichkeit. Die Auskünfte, die auf dieser Internetseite erteilt werden, sind generelle und unverbindliche Stellungnahmen, die einen Besuch bei einem Arzt oder eine Ernährungsberatung keinesfalls ersetzen.