• Vitamin-D-Mangel als Indikator für Prostatakrebs

    von  • 11/02/2015 • Körper, Krankheiten, Krebs, Nachrichten, Prostata, Prostata, Vitamin D, Wirkstoffe

    New York (acibas) – Die Feststellung eines Mangels an Vitamin D könnte künftig eine größere Rolle bei der Diagnose von Prostata-Krebs spielen. Eine im Clinical Cancer Research Journal veröffentlichte Studie legt zumindest nahe, dass es einen entsprechenden Zusammenhang geben könnte. Dabei scheint es jedoch leichte Differenzen zwischen Afroamerikanern und Männern europäischer Herkunft zu geben. “Bei afroamerikanischen Männern war ein Vitamin-D-Defizit verknüpft mit einem höheren Anteil an Prostata-Krebs-Diagnosen bei der Biopsie. Sowohl bei Afroamerikanern als auch bei Männern europäischer Herkunft gab es einen Zusammenhang zwischen starkem Vitamin-D-Mangel und dem sogenannten `Gleason-Score` sowie einem höheren Tumorstadium”, schreiben die Autoren der Studie.
    Für die Studie waren über einen Zeitraum von vier Jahren 667 Männer zwischen 40 und 79 einbezogen worden, die allesamt das erste Mal eine Prostatabiopsie über sich ergehen lassen mussten, weil zuvor  beispielsweise ein abnormaler PSA-Wert gemessen worden war. Die Studie ist im Clinical Cancer Research Jornal, Vol. 20, Iss.9, Seiten 2289 bis 2299 erschienen. Wichtigste Faktoren für die Einschätzung der Prognose sind derzeit das Tumorstadium nach TNM, der PSA-Blutwert und die Differenzierung des Tumors, der Gleason-Score. In den S3-Leitlinien zur Früherkennung, Diagnose und Therapie des Prostatakarzinoms sind drei Gruppen mit unterschiedlichem Rezidivrisiko bei lokal beschränktem Tumor erarbeitet worden.
    In Deutschland sterben knapp drei von 100 Männern an Prostatakrebs. Damit gehört der Prostatakrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes: Innerhalb der Gruppe der an Krebs verstorbenen Männer ist er für etwa zehn Prozent der Todesfälle verantwortlich und stellt damit die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung nach Lungen- und Darmkrebs dar. Besonders tückisch: Die Erkrankung ist im Frühstadium symptomlos. Im fortgeschrittenen Stadium können dann Beschwerden wie  Blasenentleerungsstörungen, Knochenschmerzen und später Gewichtsverlust und Blutarmut auftreten. Wird die Diagnose erst gestellt, wenn bereits Symptome aufgetreten sind, hat häufig schon eine Metastasierung stattgefunden, vorrangig in die lokalen Lymphknoten oder in das Skelett – eine erfolgreiche Therapie wird damit unwahrscheinlicher.

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